Protest gegen den Krieg im Hamburger Hafen!

Am 30. Oktober haben Hafenarbeiter in Hamburg zwei getrennte Kundgebungen gegen Krieg, Faschismus, Aufrüstung und Waffenexporte über die Hamburger Häfen organisiert.

Im Rahmen des Internationalen Aktionstages der Hafenarbeiter rief die Gewerkschaft ver.di zwischen 12:30 und 13:00 Uhr zu einer Kundgebung im Hamburger Hafen auf. Zahlreiche gewerkschaftlich organisierte Hafenarbeiter, Antifaschistische Initiativen, wir Trotz Alledem und andere Organisationen beteiligten sich an der Aktion.

Ungefähr 70 Menschen beteiligten sich an der Aktion. Parolen gegen imperialistische Kriege, Faschismus, den zunehmenden Militarismus und die Aufrüstung wurden gerufen. Die Umwandlung der Hamburger Häfen in logistische Zentren für die Kriegsführung und wichtige als Umschlagplätze für Waffenlieferungen wurde entschieden abgelehnt. Die Hafenarbeiter wollen nicht für Krieg und Aufrüstung arbeiten und die Häfen sollen nicht für den Transport von Waffen und Munition genutzt werden.

Auch die Bedeutung der internationalen Solidarität wurde hervorgehoben. Der Internationale Aktionstag der Hafenarbeiter, der in einem gemeinsamen Aufruf von Hafenarbeitergewerkschaften aus Griechenland, dem Baskenland, der Türkei, Marokko, Italien und Frankreich ausgerufen wurde, unterstrich die Bedeutung der internationalen Solidarität der Arbeiter:innenklasse.

Im Aufruf von ver.di wurde auch die sofortige Beendigung des Völkermords am palästinensischen Volk und die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates sowie die Einstellung der Angriffe der USA und Israels auf Westasien und den Iran gefordert. Darüber hinaus wurde die Solidarität mit den Völkern Kubas, Venezuelas und des Sudan betont.

Der Aufruf enthielt außerdem Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen, ausreichenden Arbeitsschutzmaßnahmen und höheren Löhnen für die Hafenarbeiter sowie nach einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Bei der Kundgebung im Hamburger Hafen verteilten wir von Trotz Alledem unsere Flugblätter, in denen wir die Angriffe der Merz-Regierung auf die Rechte der Arbeiter:innenklasse anprangerten.

Zweite Kundgebung im Hafen Eurokai

Am selben Tag startete um 14:00 Uhr eine zweite Kundgebung zu der die MLPD im Hamburger Containerhafen Eurokai aufrief. Auch an dieser bis 15:30 Uhr dauernden Aktion beteiligten wir uns, Trotz Alledem! Genoss:innen und verteilten unsere Flugblätter.

Die Aktionen in zwei verschiedenen Hafenbereichen Hamburgs rückten den Widerstand von Arbeiter:innen und antifaschistischen, revolutionären Kräften gegen die Rolle der Häfen in der Kriegslogistik des deutschen Imperialismus in den Mittelpunkt.

Häfen sind nicht nur wichtige Zentren des internationalen Handels, sondern auch bedeutende logistische Knotenpunkte imperialistischer Kriege. Der Widerstand gegen Waffen- und Munitionslieferungen ist ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Kriegspolitik. Die Kraft der Hafenarbeiter, die aus ihrer Stellung im Produktions- und Transportprozess erwächst, bietet eine wichtige Möglichkeit, Kriegstransporte zu stoppen.

Lasst uns den Kampf gegen Krieg, Faschismus, Aufrüstung und Waffenexporte verstärken!

Es lebe die internationale Solidarität der Arbeiterklasse!

Trotz Alledem, Hamburg