Luxemburg-Lenin-Liebknecht ­– Wochenende in Berlin

An diesem Wochenende, am 10. Februar 2026 am Vorabend der jährlichen LLL – Luxemburg –Liebknecht – Lenin – Demonstration, haben wir gemeinsam mit BİR-KAR, (revolutionäre Organisation aus Nordkurdistan-Türkei) eine Diskussionsveranstaltung unter dem Motto: „Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht: Ihre Kämpfe damals, unsere Kämpfe heute“ organisiert. Diese Veranstaltung fand trotz extrem schlechter Wetterbedingungen statt. Viele interessierte revolutionäre Menschen und Genoss:innen konnten aufgrund der verheerenden Wetterbedingungen von anderen Bundesländern nicht in die Hauptstadt fahren und daher auch nicht an unserer Diskussionsveranstaltung teilnehmen.

Ziel unserer gemeinsamen Veranstaltung war:

In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkriegs täglich wächst,

in einer Zeit, in der Kriege und Unterdrückung weltweit für Arbeiterinnen und Arbeiter zum grausamen Alltag geworden sind,

in einer Zeit, in der die Faschisierung vieler Staaten immer mehr Fahrt aufnimmt, der Rassismus gegen Migrant:innen, Flüchtlinge und unterdrückte Minderheiten von Tag zu Tag brutaler wird,

in einer Zeit, in der die Unterdrückung von Frauen und LGBTQI+ grauenhafte Realität ist,

in einer Zeit, in der die barbarische Zerstörung der Umwelt, die Vergeudung natürlicher Ressourcen und Vernichtung der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten durch das imperialistische System immer mehr zunimmt …

in einer solchen Zeit, sind wir mit dieser brutalen Realität tagtäglich konfrontiert..

Welche Kämpfe sollen wir dagegen führen?

Unser Ziel auf der Veranstaltung war, interessierten Menschen, Genoss:innen erneut die beispielhaften und ermutigenden Erfahrungen von zwei herausragenden Kommunist:innen, Rosa und Karl zu vermitteln, die unter ähnlichen Bedingungen wie wir heute gekämpft haben. Wir haben Parallelen zu heute gezogen um zu lernen und die praktischen Schlussfolgerungen und täglichen Lektionen aus den Erfahrungen und Lehren dieser herausragenden Kommunist:innen für heute zu ziehen.

*In unserer Diskussionsveranstaltung wurden Parallelen zwischen „Ihr Kämpfe damals, unsere Kämpfe heute“ gezogen und Schlußfolgerungen gezogen.

*Ihre beispielhaften und standhaften Kämpfe gegen den imperialistischen Krieg und ihre Haltung „Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Krieg dem imperialistischen Krieg!“ sind für uns ein Beispiel und eine Quelle der Ermutigung. Insbesondere in der heutigen Weltsituation.

*In der Auseinandersetzung mit dem imperialistischen Krieg haben Rosa und Karl die Bedeutung des Kampfes gegen den Militarismus, der das Rückgrat des Systems bildet, betont: „Das Militär ist der Lebensnerv des heutigen Staates. Und gerade gegen diesen müssen wir unsere ganze Kraft richten.“Diese Aussage gibt uns Orientierung.

*Rosa und Karl haben die Bedeutung und Notwendigkeit des Kampfes gegen Reformis­mus und Opportunismus hervorgehoben und betont, dass dieser Kampf unerbittlich und auf einem unversöhnlichen Kurs geführt werden muss.

*Sie haben den systematischen Kampf der revolutionären Arbeiter:innenklasse, der für den Sieg und die Zerstörung des Ausbeutungssystems notwendig ist, und die „Schaffung der Kommunistischen Partei“ als zentralen Hebel hervorgehoben. Ihre Kämpfe zur Schaffung dieser Partei geben uns einen klaren Wegweiser.

Die historischen Erfahrungen der beiden herausragenden Gründer der KPD wurden beispielhaft angeführt und es wurde klargestellt, welche Lehren aus diesen für den heutigen Klassenkampf wichtig sind. Besonders unterstrichen wir, dass die wichtigste internationale Schwäche zur damaligen Zeit weltweit das Fehlen von vielen Kommunistischen Parteien war. So wie auch heutzutage in vielen Ländern im Jahre 2026.

In diesem Zusammenhang war die Veranstaltung, die wir gemeinsam mit BİR-KAR durchgeführt haben, sowohl lehrreich als auch vorwärtsweisend.

Trotz Schnee, eisiger Kälte und Minus-Temperaturen sind zig-tausende Menschen mit entschlossenen Herzen am 11. Januar 10 Uhr am Frankfurter Tor in Berlin zum Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zusammengekommen. Trotz der herausfordernden Wettersituation protes­tierten tausende Menschen gegen die Barbarei des imperialistischen Systems und ehrten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit revolutionärem Kampfgeist und Respekt.

Sie erinnerten revolutionär an diese beiden herausragenden Kommunisten:innen, Luxem­burg und Liebknecht. Sie sind keine Heiligen. Sie waren Vorkämpfer:innen des Kommunismus und sie waren Genoss:innen, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Arbeiterbewegung gespielt haben. Vor allem jedoch stehen Rosa und Karl symbolisch für die zahllosen Kämpfer:innen der Arbeiterklasse, deren Namen in der Geschichte oft untergehen, die aber in unseren heutigen Kämpfen weiterleben.

Im Vergleich zu den letzten Jahren waren auf der Demonstration selbst deutlich weniger repressives Angriffe seitens der Polizei zu beobachten. Dennoch kam es sowohl vor der Demonstration zu vereinzelten Durchsuchungen von Personengruppen als auch zu Eskalationen und Festnahmen während der Abreise. So wurden einzelne Genoss:innen des Revolutionären Blocks bei ihrer Abreise festgenommen, aus der U-Bahn gezerrt beziehungsweise wurde Pfefferspray in der U-Bahn eingesetzt. Weitere Festnahmen wurden von der Polizei damit begründet, dass angeblich verbotene Parolen gerufen wurden. Trotz der vergleichsweise geringerer Repression kann hier jedoch nicht von einer wirklichen Entspannung gesprochen werden.

Auf dem Friedhof haben wir gemeinsam mit FDJ-Jugendlichen „Die Internationale“ lautstark und kämpferisch angestimmt und das Gebot des stillen, schweigenden Gedenkens auf dem Friedhof kämpferisch durchbrochen, wie teilweise auch bereits in den Jahren zuvor.

Wir hoffen darauf, dass auch im nächsten Jahr 2027 wieder viele Revolutionär:innen und Kommunist:innen sehr, sehr zahlreich an diesem kämpferischen Gedenken teilnehmen.