8. März Internationaler Kampftag der werktätigen Frauen

Kampftag für unsere Freiheit, frei von Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg, Elend und Gewalt – frei von Männerherrschaft und menschenfeindlichen Vorschriften

Kampftag für unser Leben, ein Leben in einer neuen Welt! Eine Welt, in der der Reichtum, den wir durch unsere Arbeit schaffen, uns Werktätigen, der ganzen großen unterdrückten Menschheit zur Verfügung steht.

8. März

Wir können uns dieses System einfach nicht mehr leisten.“ sagt Bundeskanzler Merz

…und da hat er recht!

Nun… bevor Missverständnisse aufkommen: Merzens „wir“ ist nicht unser WIR! Unsere Interessen sind vollkommen entgegengesetzt!

Merz und seine Regierung wollen als Sachwalter der herrschenden Klasse die mickrigen Über-bleibsel des Sozialstaats und unsere hart erkämpf-ten Rechte schleifen.

Bürgergeld abschaffen und durch die neue „Grundsicherung“ ersetzen – verschärft das Leben von rund 5,5 Millionen Menschen massiv:

Noch schnellerer Zugriff auf mühsam Erspartes, härtere Sanktionen bis zum vollständigen Leis-tungsentzug – auch bei den Wohnkosten.

8-Stunden-Tag abschaffen: „Länger und flexibler Arbeiten“, die Arbeitszeit ausweiten … na prima!

Jagd auf Kranke verschärfen – zu oft und zu lange krank? Wie sollen wir denn auch arbeiten, wenn wir monatelang auf medizinische Behandlung, einen Termin bei Fachärzt:innen oder zur OP warten müssen. Keine Telefon-Krankschreibungen mehr. Wir Werktätigen sind also Betrüger:innen…

Rechtsanspruch auf Teilzeit – nur noch mit Nachweis?

Da schwadroniert allen Ernstes Multimillionär Merz von Lifestyle-Teilzeit und dass „wir“ uns das nicht mehr leisten könnten

Viele hätten gern einen Vollzeit-Job

Aber wo sind die denn?

Arbeitsplatzvernichtung in der Industrie und Ausweitung der nicht-produktiven Branchen erzeu-gen fast automatisch mehr Teilzeit-Jobs.

Nicht zu vergessen: diese Verschiebung ist Folge der Gier nach noch mehr und immer höherem Profit.

Fast jede zweite werktätige Frau arbeitet in Teilzeit. Gnädig, gnädig soll das in Zukunft auch möglich sein. Denn (dafür sind Frauen schließlich da…) Kinderbetreuung ist ja ein von der Regierung akzeptierter Teilzeit-Grund. Nur so als Idee: Wie wäre es stattdessen mit flächendeckender Betreuung, die ein Vollzeit-Erwerbsleben ermöglicht?

… geht nicht, schafft keinen Zusatzprofit… achso … na, dann…

Profitmaximierung fordert, dass wir immer mehr in immer kürzerer Zeit, mit immer weniger Menschen produzieren, leisten, arbeiten. Diese verschärften Arbeitsbedingungen halten viele nicht aus.

BEVOR sie krankheitsbedingt ausfallen, nehmen immerhin fast fünf Prozent der Teilzeiter:innen Lohnverlust in Kauf und arbeiten wegen eigener gesundheitlicher Probleme nicht in Vollzeit.

Müssen wir künftig ein medizinisches Gutachten abgeben, damit wir nicht unter „Lifestyle“, sprich Faulheitsverdacht geraten?

Übrigens verhindern Vollzeit-Jobs inkl. all der Care-Arbeit ein soziales Leben mit kulturellem oder gar politischem Engagement.

Den 8-Stundentag gibt es zwar noch auf dem Papier. Aber seine Grenzen sind schon längst zugunsten kapitalfreundlicher Flexibilisierung aufgeweicht.

Armut ist weiblich und migrantisch

Frauen sind deutlich häufiger von Armut betroffen. Warum? Weil sie den Großteil unbezahlter Care-Arbeit leisten, seltener Vollzeit arbeiten können und im Schnitt über geringere Einkommen verfügen. Dieser Gender Pay Gap führt nach dem Erwerbsleben zu weiblicher Altersarmut.

Besonders brenzlig ist die Lage für Alleinerziehende, rund 90 Prozent sind Frauen. Jeder Cent weniger bedroht die Existenz. Migrantische Frauen sind zusätzlich mehrfach diskriminiert: Rassismus auf dem Arbeitsmarkt, Willkür in Behörden, unsicherer Aufenthaltsstatus, Sprachbarrieren und prekäre Jobs in schlecht bezahlten, körperlich belastenden und oft unsichtbaren Arbeitsverhältnissen wie Pflege, Reinigung oder Gastronomie.

Dem Kapital gehen die neuen Horror-Reformen nicht weit genug

Allen voran fordern die Chefs der Kriegskonzerne: Lästige Regelungen abschaffen (sie nennen es Bürokratieabbau und meinen den Abbau sozialer und Arbeitsrechte), Geld locker machen für die Industrie – woher das kommt, egal. Das ist Aufgabe der Politik. Und die erfüllt diese Aufgabe:

Vor einem Jahr: Schuldenbremse lockern und … tadaaa: Sondervermögen für die Kriegskasse. Von wegen Infrastruktur stärken … nee, is klar. Autobahnen statt Bahn, Kasernen statt Kultur, Bundeswehr statt Bildung … Sozialraub und gleichzeitig Unternehmenssteuern senken. Und immer wieder beliebt: Medizinische Versorgung aus eigener Tasche zahlen… z.B. für unsere Zähne…

Frauen leisten jährlich 117 Milliarden Stunden unbezahlte Care-Arbeit und damit fast dop-pelt so viel wie alle bezahlte Arbeit. Ohne Lohn ohne Anerkennung.

Gewalt gegen Frauen nimmt tagtäglich zu: 2024 gab es in Deutschland fast 266.000 Opfer häuslicher Gewalt. Rund 10.000 mehr als 2023.

Politische Rückschritte: Erkämpfte Frauen-rechte stehen wieder zur Debatte. Die AfD und CDU/CSU z.B. wollen Abtreibungen weiter ein-schränken. Sie propagieren ein traditionelles Frauenbild und lehnen faktisch Gleichstellungs-politik ab.

Aber auch andere bürgerliche Parteien sind bereit zum Rückschritt in der Frauenfrage wie die „Reform-Pläne“ zeigen. Jeder Sozialraub lastet besonderes auf dem Rücken von Frauen, treibt sie in die Abhängigkeit, erhöht die Gewalt gegen Frauen. Wer finanziell nicht frei ist, ist auch in der eigenen Sicherheit eingeschränkt.

Frauen 2026, 8.3.

Globaler Frauen*generalstreik:

Für den 9. März 2026, einen Tag nach dem internationalen Kampftag der werktätigen Frauen, ruft die Initiative ENOUGH! GENUG! weltweit Frauen dazu auf, ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit niederzulegen: Kochen, Putzen, Kinderbetreuung, die Pflege von Angehörigen…

Wir sagen GENUG! zu einem System, das (wieder) vermehrt auf Ausbeutung, Unter-drückung und Zerstörung setzt und unter dem weltweit in erster Linie Frauen* und Kinder leiden. Wir machen diesen Wahnsinn nicht länger mit! Für einen Tag stehen wir diesem System nicht zur Verfügung, denn wir können nicht länger hinnehmen, dass Geld- und Machtgier Menschenleben und unseren Planeten vernichten. Es reicht! Wir sind die Hälfte der Menschheit und wenn wir den patriarchalen Strukturen die Arbeitskraft entziehen, dann steht die Welt still.“

Wir werktätigen Frauen sind Teil der international unterdrückten Arbeiter:innenklasse

WIR stellen fest: WIR können und wollen uns dieses System nicht mehr leisten wir wollen es abschaffen!

Das System, das die kapitalistische Herrschaft stützt, raubt Milliarden bei den werktätigen Massen und stopft sie in die Kriegskasse.

Die Vertreter:innen dieses Systems, egal welcher Partei sie angehören, hetzen gegen Arme, gegen Frauen, gegen queeres Leben, gegen Migrant:innen, gegen Kranke. Sie spalten UNSERE Klasse und sichern ihre Herrschaft.

Nach oben buckeln nach unten treten – das ist ihr System. So stützen sie ihre Macht. Sie steigern die ständige Hetze gegen Kranke, Erwerbslose, Migrant:innen, um UNS dazu zu bringen, den Sozialraub zu akzeptieren, ja sogar zu unterstützen.

Und dann?

Akzeptieren wir den Sozialraub, akzeptieren wir,

dass sie den Krieg vorbereiten,

akzeptieren wir, dass die Profite weiter sprudeln,

während große Teile der Arbeiter:innenklasse verelenden…

Das klingt krass – „Verelenden“ in diesem reichen Land. Tatsächlich aber … wächst seit Jahren diese Verelendung. Und sie wird immer rasanter wachsen.

So sieht sie aus, UNSERE Realität,

die nur WIR ändern können, wenn wir uns entscheiden, zusammen dieses System zu bekämpfen, es letztendlich zu stürzen.

Frauen auf die Straßen am 8. März!

Weltweit:

Gemeinsam mit all unseren Klassenschwestern:

Setzen wir ein Zeichen unserer Stärke und unserer internationalistischen Verbundenheit!